Die Landesvorsitzende der NPD-Unterorganisation „Ring Nationaler Frauen“ (RNF), Maria Fank, geht auf der AFBB Akademie für berufliche Bildung gGmbH in der Alten Jakobstr. 83 in Berlin-Mitte einer Ausbildung zur Sozialassistentin nach (Abschlussklasse 2014).

Hellersdorf: Maria Fank hetzt gegen die geplante Notunterkunft, 9. Juli 2013

Hellersdorf: Maria Fank hetzt gegen die geplante Notunterkunft, 9. Juli 2013

Regelmäßig trat die Lebensgefährtin des NPD-Landesvorsitzenden Sebastian Schmidtke in den letzten Jahren auf Veranstaltungen der militanten Neonaziszene als Rednerin in Erscheinung. Zuletzt vor wenigen Wochen auf einem NPD-Kundgebungsmarathon gegen das Asylrecht und die anstehende Unterbrinung geflüchteter Menschen in mehreren Berliner Bezirken.

Der 2006 gegründete RNF soll offiziell „Frauen in der NPD“ als Sprachrohr dienen. Laut Internetseite des RNF ist Fank für die „Interessentenbetreuung“, d.h. Nachwuchsgewinnung, zuständig und als Beisitzin im Bundesvorstand aktiv. Sie lässt sich wie folgt zitieren:

“Für den Erhalt unseres Volkes, unserer Sitten und Werte werde ich mich aktiv einsetzten! Ich möchte den jungen Menschen andere Lebensweisen vorzeigen, welche nicht von diesem BRD System geprägt sind.” [1]

Dass dahinter ein völkisch-rassistisches Weltbild steckt, wird nach einer Beschäftigung mit den familien- und frauenpolitischen Forderungen des RNF offensichtlich. Diese unterscheiden sich kaum von den familienpolitischen Idealen, des historischen Nationalsozialismus.

So lautet einer der zentralen Forderungen des RNF beispielsweise, dass „deutsche Familien“ gegenüber Migrant_innen bei der Wohnungs- und Arbeitsplatzvergabe in rassistischer Manier bevorzugt werden sollen. Ferner sollen „deutsche Frauen“ durch Abtreibungsverbote und sogenanntes „Muttergehalt“ zu einer höheren Geburtenrate von, im RNF-Sprech, sogenannten „Abstammungsdeutschen“ angehalten werden. [2]

Wenn Neonazis wie Maria Fank angeben, diese Wertvorstellungen insbesondere jungen Menschen „vorzeigen“ zu wollen, ist Obacht geboten. Insbesondere, wenn sie sich im Rahmen sozialpädagogischer Bildungsgänge das nötige Know-How verschaffen wollen, um effizienter auf Kinder und Jugendliche einzuwirken.

Dass Kader neonazistischer Nachwuchsorganisationen versuchen, sich im sozialpädagogischen Bereich zu qualifizieren, um ideologische Aufbauarbeit zu leisten, kommt in Berlin nicht zum ersten mal vor. Bereits Ende der 2000er Jahre wurde der damalige JN-Kader Markus Loszczynski mehrfach durch antifaschistische Interventionen von sozialpädagogischen Bildungseinrichtungen verwiesen.

Kontaktdaten des Bildungsträgers:

AFBB Akademie für berufliche Bildung gGmbH
• Tel.: (030) 288 869 0
• Fax: (030) 288 869 20

Selbstdarstellung auf der Internetseite des RNF

Selbstdarstellung auf der Internetseite des RNF

9. Juli 2013 Hellersdorf Transparent

Maria Fank (3. v. r.) am 9. Juli 2013 in Berlin-Hellersdorf

[1] http://www.ring-nationaler-frauen-deutschland.de/index.php/frauen-fuer-deutschland/143-maria-frank
[2] http://www.ring-nationaler-frauen-deutschland.de/attachments/article/156/fb_dinlang_demografie_ansicht-1.pdf

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