Am 26. April soll in der Berliner Columbiahalle die kroatische Band Thompson auftreten. Bei Live-Auftritten stellen die Band und Teile ihres Publikums immer wieder unverhohlenen Nationalismus und ihre Nähe zum Erbe der klerikal-faschistischen Ustascha-Bewegung offen zur Schau.

26. April 2014: Thompson in der Columbiahalle

26. April 2014: Thompson in der Columbiahalle

Marko Per­ković

Marko Per­ković, MusikerJakov Kolak Jakov Kolak, Veranstalter

Am 13. März 2014 berichtete der Berliner Kurier über das bevorstehende Thompson-Konzert in der Berliner Columbiahalle. Mit 3500 Plätzen fällt die am Rande des Tempelhofer Feldes gelegene Halle beinahe klein aus: Thompson alias Marko Perković füllte in der Vergangenheit bereits Fußballstadien mit bis zu 50.000 Fans. Schon 2006 und 2009 gastierte Thompson in am Tempelhofer Feld. Danach wurde es etwas ruhiger um Thompson, doch seit 2013 ist ein neues Album auf dem Markt und nun geht die Band um Perković wieder auf Tour. Den aktuellen Veranstalter, Jakov Kolak, zitiert das Boulevardblatt mit den folgenden Worten: „Marko singt nicht mehr über Krieg, das neue Album ist völlig harmlos. An seinen Texten ist nichts Rechtsradikales dran. Er wird ein tolles Familienkonzert geben.“ Dieses doch etwas lückenhafte Bild des 47-Jährigen Ustascha-Rockers und seiner Auftritte, denen in zahlreichen Publikationen immer auch der Charakter einer politischen Kundgebung zugeschrieben wird, gilt es zu widerlegen.

Das Bataillon aus Čavoglave

Per­ković im Video von Bojna Čavoglave

Per­ković im Video von Bojna ČavoglaveMarko Per­ković, Propagandafoto, 1994 Marko Per­ković, Propagandafoto, 1994

Benannt wurde die Band „Thompson“ nach der Maschinenpistole, die Frontmann Marko Perković während des jugoslawischen Bürgerkrieges im Kampf gegen die Serben benutzte. Aus jener Zeit stammt auch die erste Thompson-Veröffentlichung mit dem Lied „Bojna Čavoglave“, das während des blutigen Bürgerkrieges zu einer Art Hymne kroatischer Verbände wurde. Das Stück, das die Band auch heute noch bei ihren Auftritten stets live zum Besten gibt, beginnt mit der Formel: „Za dom – spremni!“ („Für die Heimat – bereit!“), bei der es sich um den Gruß der klarikal-faschistischen Ustascha handelt, der bis heute als deren Erkennungszeichen gilt. Der Ustascha-Bewegung, die an der Seite des nationalsozialistischen Deutschlands kämpfte, fielen während des zweiten Weltkriegs etwa 300.000 Serben, sowie nach Schätzungen etwa 30.000 bis 40.000 Juden und 25.000 bis 40.000 Roma zum Opfer [1].

 Marko Per­ković beim Ustascha-Gruß, kroatische Zeitschrift, 1992

Marko Per­ković beim Ustascha-Gruß, kroatische Zeitschrift, 1992

Später versuchte Marko Perković den Ustascha-Bezug jener Zeilen zu leugnen, als er auf ein früheres historisches Vorbild der Formel hindeutete. Dabei unterschlug er jedoch, dass er selbst zur Zeit der Entstehung des Liedes für eine eindeutige Bezugnahme gesorgt hatte: Am 13. März 1992 berichtete die Zagreber Wochenschrift „Globus“ über Perković und sein „Bataillon aus Čavoglave“: „Unsere Hand wird euch auch in Serbien erreichen“ – Neben einem Interview und dem abgedruckten Liedtext „Bojna Čavoglave“ findet sich ein Bild des uniformierten Perković, der mit gestreckten rechten Arm den Ustascha-Gruß vollzieht. Dabei ist der Fall klar: ähnlich, wie die deutschen Nationalsozialisten den „Römischen Gruß“ in den 1920er Jahren mit der Formel „Heil Hitler“ verbanden, was bis heute für eine eindeutige Konnotation sorgt, taten dies die Ustascha in den 1940er Jahren im Zuge der Annäherung an das nationalsozialistische Deutschland mit der Formel „Za dom – spremni!“, die in jener Zeit um die Geste des gestreckten rechten Armes erweitert wurde.

Lijepa li si, Ustascha-Ideologie und Mate Boban

Thompsons wohl populärster und vom Text her harmlosester Song ist „Lijepa li si“ (Ach wie schön bist du), veröffentlicht 1998, 2002 und 2008. Im dazugehörigen Musikvideo huldigt Marko Perkovićs an dessen Grabe dem Nationalisten und Anführer bosnischer Kroaten im jugoslawischen Bürgerkrieg, Mate Boban, einem erklärten Gegner des multikulturellen Jugoslawiens und Befürworters einer „Abspaltung der Volksgruppen nach Ethnie und Religion auf klar gegliederte Territorien“. Der Text des genannten Liedes stellt eine Art Liebeserklärung Thompsons an einzelne kroatische Regionen dar. Es ist auffallend, dass Thompson bei der Aufzählung kroatischer Gebiete die Hauptstadt Zagreb ausspart und ländliche Gegenden wie Zagora, Slawonien, Lika und pikanter Weise auch „das stolze Herz Herceg-Bosna“ in den Vordergrund stellt. Auch im Videoclip zum Song werden das Ländlich-Bäuerliche und Kriegerische als „urkroatische Elemente“ dargestellt, womit – eher bewusst als unbewusst – eine Verbindung zur Ustaša-Ideologie hergestellt wird. Das bäuerliche, antiurbane und kriegerische Element zieht sich wie ein roter Faden durch die „patriotischen“ Lieder Thompsons [2]. Die auf „Lijepa li si“ in einem Atemzug mit kroatischen Gebieten genannte Region Herceg-Bosna war während des jugoslawischen Bürgerkriegs zeitweise kroatisch besetzt und liegt heute auf dem Territorium Bosnien-Herzegowinas.

Verherrlichung von Ustascha und KZs

Im Jahr 2003/2004 geriet Thompson erstmals unter Druck, als bekannt wurde, dass auf pro-faschistischen Internetseiten MP3 zum Download angeboten wurden, auf denen Sänger Marko Perković Lieder interpretiert, in denen u.a. Konzertrationslager gefeiert und Kommandeure der klerikal-faschistischen Ustascha verherrlicht wurden.

Dabei handelte es sich zum einen um „Jure i Boban“, die inofizielle Hymne der Schwarzen Legion, einer Eliteeinheit der klerikal-faschistischen Ustascha aus dem jahre 1942, in der ihren Führern Jure Francetić und Rafael Boban gehuldigt wird. Die Schwarze Legion verübte zahlreiche Massaker, Kriegsverbrechen und Greueltaten an Zivilisten, gefangengenommenen Soldaten, regimefeindlichen Kroaten, Serben, Juden und anderen Minderheiten wie Roma und Sinti.

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Jasenovac i Gradiška Stara
Jasenovac und Gradiska – Haus der Metzger Maks’ [Vjekoslav Luburić]
Durch Imotski rollen Lastwagen, transportieren die schwarzen Uniformen von Jure Francetić
[…]
Wer sagte, möge Vater ihn verdammen, dass die Schwarze Legion nicht zurück kommen würde
[…]
Nimm Stipe [Mesić ] und bring Franjo [Tuđman] zurück
Oh [Ivica] Račan, du Hurensohn und all jene, die dich wählen
Heller Stern über Metkovic, grüße mir Ante Pavelic

Zum anderen um „Jasenovac i Gradiška Stara“, ein Spottlied, auf dem die Konzentrationslager Jasenovac und Gradiška Stara verherrlicht werden. Namentlich genannt bzw. gegrüßt werden dabei auch Ustascha-Diktator Ante Pavelić und Vjekoslav ‚Maks‘ Luburić, Ustascha-General und Kommandeur des KZ Jasenovac, in dem schätzungsweise zwischen 60.000 und 100.000 Menschen ermordet wurden.

Ferner handelt das Stück von der Rückkehr Jure Francetić‘ Schwarzer Legion und dem Spott gegenüber Ivica Račan. Račan war von 2000 bis 2003 kroatischer Premierminister. Er brach mit dem autoritären nationalistischen Kurs seines Vorgängers Franjo Tuđman, was ihn zur Hassfigur von Nationalisten und radikalen Rechten machte. Der ebenfalls benannte Stjepan „Stipe“ Mesić war während dieser Zeit Kroatiens Staatspräsident.

Anfangs bestritt Marko Perković die Vorwürfe, bis weitere Berichte aufkamen, wonach die Band jene Loblieder auch auf Konzerten live gespielt hatte. Wenn demnach zur Verteidigung Thompsons Erklärungen bemüht werden, wonach sich jene Stücke auf keinem offiziellen Alben fänden und dass Marko Perković zudem nicht ihr Verfasser sei [3], vermag dies den Umstand nicht zu schmälern, dass Thompson die Ustascha-Hymen mehrfach spielten, so z.B. 2001 bei einem Auftritt in Offenbach und 2002 in Osijek, der viertgrößten Stadt Kroatiens, wovon ein Audiomitschnitt existierte [4]. Nachdem dieser Mitschnitt aufgetaucht war, veränderte sich die Argumentation Perkovićs rasch ins Gegenteil und er trat noch im Januar 2004 die Flucht nach vorne an:

In einem auf der Band-Homepage am 7. Janauar 2004 veröffentlichten Statement [5] gab Perković unumwunden zu, die antisemitischen und klerikal-faschistischen Ustascha-Hymen gesungen zu haben. Diese Enthüllung spielte er nun aber damit herunter, dass er die Stücke nach eigenen Angaben schon während des jugoslawischen Bürgerkrieges gesungen habe, ohne dies je heimlich getan zu haben. Während des „Patriotischen Krieges“ und „im Angesicht der Feinde“ seien jene Lieder für „uns“ ein Ausdruck für den „rebellischen Geist und die Entschlossenheit“ gewesen, die serbische Aggression zu bekämpfen. Auf den antisemitischen und faschistischen Gehalt geht Perković nicht ein, vielmehr sei er nunmehr das Opfer einer Kampagne „hysterischer Kommunisten“, die versuchten, ihn als „Nazi, Faschisten oder dergleichen hinzustellen“, dabei sei aber nur beabsichtigt, „so viel Schaden wie möglich an [ihm] und dem gesamten Vaterland anzurichten.“

Auch der Rest der Stellungnahme ließ tief blicken. Nach der Deutung Perkovićs, so führte er weiter aus, habe sich nach den Parlamentswahlen im Jahre 2000 in Kroatien eine kommunistische Machtergreifung vollzogen. Tatsächlich zeigte sich unter der Regierung, welche jener des verstorbenen nationalistischen Staatchefs Franjo Tuđman folgte, erste Anzeichen einer tatsächlichen Zusammenarbeit mit dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag und einer, wenn auch nach wie vor zögerlichen, Auseinandersetzung mit den historischen Verbrechen der klerikal-faschistischen Ustascha, nicht zuletzt im Hinblick auf die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union. Nach Perkovićs Deutung habe dies zu „beispiellosen Behinderungen, Beleidigungen, Erniedrigungenund [und] Verfolgungen von Verteidigern Kroatiens geführt: Generäle, Intellektuelle und prominente Personen des öffentlichen Lebens und alles was dem kroatischen Volke heilig war. […] Angesichts dessen haben wir [Thompson] den blutrünstigen Kommunisten abermals, mit diesem und dergleichen Liedern, eine Botschaft gesandt, dass wir uns nicht vor ihnen fürchten und dass wir widerstehen und unsere Werte um jeden Preis verteidigen werden. […] Und heute sind sie [die Kommunisten] letztendlich auf ihren Knien, sie versuchen mit dieser Art von Tiefschlägen, und damit, mich als Faschist oder Nazi oder dergleichen hinzustellen, so viel Schaden wie möglich an mir und dem gesamten Vaterland anzurichten. […] Liebe Freunde, schenkt ihnen keine Beachtung, sie gehören der Vergangenheit an und niemals wieder werden Kommunisten oder Teschetniks [Serben] uns vorschreiben, was wir in unserem Vaterland singen können und was nicht.“ Thompson singt tatsächlich, was er möchte:

Gegen Freimaurer, Kommunisten, Antichristen

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E moj narode O mein Volk

Seit der Zeit Christus‘ noch
Neue Gesichter, gleiche Szene.
Teuflische Kräfte bemühen sich,
dass wir verschwinden.
Antichristen und Freimaurer,
Kommunisten die und die
verbreiten Satans Phrasen
Damit sie uns besiegen,
O mein Volk, mein Volk.
Und wir sind taub, still, blind
jeder in seiner eigenen Angst.
Ein Volk von Gott gewählt,
unterdrückt, Uneinigkeit.
Aus unserer siegreichen Geschichte,
und auch der nicht gerade längst geschehenen.
Alles was uns wert ist,
haben wir zusammen errungen.
O mein Volk, o mein Volk.
Nehmen wir Schicksal und Glück in die Hand,
auch ich kann und will so nicht mehr.
Nehmen wir Schicksal und Glück in die Hand,
o mein Volk, o mein Volk.
Die Generation der Helden
und die siegreiche starke Armee
sorgt und stirbt noch
wegen der Heimat.
Aus diesen himmlischen Höhen,
gib uns Gott wieder deinen Sohn,
damit er uns aus dem Elend
bis hin zum Sieg führt…o, mein Volk.
Nehmen wir Schicksal und Glück in die Hand,
auch ich kann und will so nicht mehr.
Nehmen wir Schicksal und Glück in die Hand,
o mein Volk, o mein Volk.

Eine Kostprobe gibt Thompson in dem Lied „E moj narode“ („O, mein Volk“). Im Jahre 2002 geschrieben, fehlt es auch Jahre danach auf keinen Konzert, wovon zahlreiche Videos im Internet zeugen. Darin kämpft ein von Gott „erwähltes“ kroatisches Volk gegen „teuflische Kräfte“, die eigene Uneinigkeit und die „satanische Phrasen“ von „Antichristen und Freimauerern, Kommunisten“, während die „Generation der Helden“, die „siegreiche, starke Armee“ für die Heimat „sorgt und stirbt“, bis Gottes Sohn wieder gebohren wird und das geeinte Volk zum „Sieg“ führt. Dass mit solch nationalistischer, religiöser und antikommunistischer Rhetorik auch ein dementsprechendes Publikum angezogen wird, verwundert kaum noch:

„Ustascha!“ – die Jugend vereint

Als Thompson am 27. Mai 2005 im Australischen Melbourne seinen Hit „Bojna Čavoglave“ zum Besten gab, erwiderte das Publikum die einschlägigen Zeilen „Za dom – spremni!“ mit einer nicht endenden Serie von zum Ustascha-Gruß in die Höhe gestreckten Armen, ohne dass es zum Abbruch des Konzertes kam. Beim Abschlusskonzert der Tour in Sidney zeigten Fans die kroatische Nationalflagge, in ihrer Abwandlung aus der Zeit der Herrschaft der Ustascha. Jene Variante, deren Schachbrettmuster mit einem weißen, statt mit einem roten Feld beginnt, galt in Kroatien vom Einmarsch der Achsenmächte im Jahr 1941 bis zur militärischen Niederschlagung des Faschismus am 8. Mai 1945.

Nationalflagge in Anlehnung an Kroatien zur Zeit des Ustascha-Regimes, Sidney 2005

Nationalflagge in Anlehnung an Kroatien zur Zeit des Ustascha-Regimes, Sidney 2005

Autogrammstunde mit Nationalflagge in Anlehnung an Kroatien unter dem Ustascha-Regime, Sidney 2005

Autogrammstunde mit Flagge in Anlehnung an Kro. unter dem Ustascha-Regime, Sidney 2005

Im August des selben Jahres erklärt Marko Perković gegenüber der kroatischen Wochenzeitung „Globus“, weshalb er nichts gegen die Ustascha-Symbole auf seinen Konzerten unternehme: „Ich mache mir nichts aus Ustascha-Symbolen. Warum sollte ich?“ Der amerikanische Musiker Is’real Benton benutze faschistische, jüdische, christliche, alle möglichen Symbole auf seinen Konzerten. Was werde über ihn gesagt? Im Januar des Jahres 2004 zitierte ihn das Zagreber Magazin „Jutarnji list“ mit der Forderung: „Das Zeigen von Ustascha-Symbolen in der Öffentlichkeit sollte nicht verboten sein“ und im Juni 2002 erklärte er gegenüber der Tageszeitung „Večernji list“, welche Bedeutung er dem heutigen Bezug auf die Ustascha durch seine, in diesem Fall jugendlichen, Konzertbesucher_innen beimisst: „Überhaupt, warum sollten die Menge nicht „Ustascha!, Ustascha!“ rufen auf meinen Konzerten? Das sollte ein Beispiel für die politische Klasse sein, wie die Jugend geeint werden kann.“ [6]

2007, 50.000 Fans in Zagreb

Archaische Inszenierung im Maksimir-Stadion

Archaische Inszenierung im Maksimir-StadionZagreb-Konzert: Per­ković mit Nationalfahne Zagreb-Konzert: Per­ković mit Nationalfahne

Am 17. Juni 2007 gab Thompson unter dem Motto »Es war einmal in Kroatien« ein Konzert vor 50.000 Fans im Zagreber Maksimir-Stadion. Bevor die Band die Bühne betrat, skandierte ein Teil der wartenden Menge so lange „Za dom – spremni!“, bis schließlich Hunderte darauf einstimmten und den rechten Arm zum Ustascha-Gruß hoben. Auch während des Konzerts setzten sich die Szenen massenhafter Ustascha-Grüße fort. Als das kroatische Staatsfernsehen wenige Tage später einen Teil des Konzerts ausstrahlte, rief dies internationale Proteste hervor [7]:»Das verbreitete Zeigen von Ustascha und ultranationalistischen Symbolen bei »Thompson«-Konzerten ist kein Fehler oder eine Zufälligkeit. Ein Musiker, der nostalgisch über den Ustascha Führer Ante Pavelic singt und sich positiv über Kroatiens schlimmstes Konzentrationslager im Zweiten Weltkrieg in Jasenovac und Stara Gradiska äußert, fordert seine Fans offen zur Indentifikation mit dem genozidalen Ustascha Regime auf«, so das Simon Wiesenthal Center, eine internationale Menschenrechtsorganisation, die sich gegen Antisemitismus einsetzt, in einem Brief an den kroatischen Staatspräsidenten Stjepan Mesić.

Zagreb, 2007: Hunderte Ustascha-Grüße

Zagreb, 2007: Grüße an der Bühne

Zagreb, 2007: Hunderte Ustascha-Grüße

Zagreb, 2007: Hunderte Ustascha-Grüße

Zagreb, 2007: Ustascha-Symbole im Publikum

Zagreb, 2007: Ustascha-Symbole im Publikum

Zagreb, 2007: Ustascha-Symbole im Publikum

Zagreb, 2007: Ustascha-Symbole im Publikum

Zagreb, 2007: Ustascha-Symbole im Publikum

Zagreb, 2007: Ustascha-Symbole im Publikum

Ustascha:: Mütze, Gürtel und Gruß

Zagreb, 2007: Ustascha-Symbole im Publikum

Wien, 2007: Ustascha-Symbole im Publikum

Wien, 2007: Ustascha-Symbole im Publikum

Im selben Jahr berichtete der Spiegel über ein Thompson-Konzert, welches im Mai in Wien stattgefunden habe. Neben Parolen wie „In den Kampf für dein Volk!“ und bildlich dokumentierten Ustascha-Grüßen aus dem Publikum, berichtete der Spiegel außerdem, dass Souveniers zum Verkauf angeboten worden seien, die vom Konterfei des kroatischen Diktators Ante Pavelić geziert wurden [8]. Pavelić war Anführer eben jenes klerikal-faschistischen Ustascha-Regimes, das im Zweiten Weltkrieg mit dem nationalsozialistischen Deutschland kollaborierte und Hunderttausende ermordete.

2008, wieder Ustascha-Grüße in Zagreb

Zagreb, 2008: Ustascha-Symbole im Publikum

Zagreb, 2008: Ustascha-Symbole im PublikumZagreb, 2008: HOS-Flagge im Publikum Zagreb, 2008: HOS-Flagge im PublikumUstascha-Symbole im Publikum Zagreb, 2008: Ustascha-Symbole im Publikum

Weiteres Material liegt aus dem Jahre 2008 vor. Bei einem Thompson-Konzert, welches am 30. Mai in Zagreb stattfand, wurde neben den scheinbar obligatorischen Ustascha-Symbolen auch eine Fahne der paramilitärischen HOS-Milizen im Publikum gezeigt (ab 2:10). Die HOS war der paramilitärische Flügel der faschistischen Hrvatska stranka prava (HSP) und sah ihre Wurzeln unter anderem in den Traditionen der faschistischen Ustascha, womit sie während des jugoslawischen Bürgerkrieges ein Sammelsurium an freiwilligen Kämpfern wurde, unter denen sich viele ausländische Söldner und Rechtsradikale befanden.

Auch aus dem, Jahre 2009 liegen Meldungen vor, wonach bei einem Thompson-Konzert in Zagreb drei Besucher_innen wegen des Zeigens von Ustascha-Symbolen festgenommen wurden. Nach Protesten diverser Organisationen stand dieses Konzert unter besonderer Beobachtung. [9]

Marko Perković und die faschistische HSP

Deutsche Medien thematisierten im Jahre 2009 mehr beiläufig Perkovićs Nähe zur faschistischen HSP. Anlass für die Berichte waren zu Tage getretene Verbindungen, welche die CSU und ihre parteinahe Hanns-Seidel-Stiftung zu Faschisten der „Hrvatska stranka prava“ (HSP) unterhalten hatte.

Dabei kam ans Licht, dass Perković kürzlich auf einem Parteitag der HSP aufgetreten war, wobei deren Parteivorsitzender Anto Djapic gemeinsam mit ihm auf der Bühne stand [10]. Im Januar 2011 ging durch die Presse, dass die kroatische Anti-Korruptionsstaatsanwaltschaft USKOK im Zuge ihrer Ermittlungen gegen Ex-Premierminister Ivo Sander Beweismittel erlangt habe, wonach dieser Marko Perković im Sommer 2007 eine Summe von etwa 515.000 € habe zahlen lassen, um Perković bei den kommenden Parlamentswahlen von einer Kandidatur für die konkurrierende HSP abzuhalten. Darüber hinaus berichtete die Zeitung „Jutarnji list“, dass Perković zu jenem Zeitpunkt bereits Mitglied der faschistischen Partei gewesen sei [11].

Beifall von Jörg Haider und der Neuen Rechten

Der von Thompson bzw. Marko Perković vertretene Nationalismus und der offensichtlich schmerzfreie Umgang mit der kroatischen Spielart des Ustascha-Faschismus, wecken auch das Interesse Rechtsradikaler aus dem deutschsprachigen Raum:

Thompson sei ein „waschechter junger Kroate“, titelte die neurechte Wochenzeitung „Junge Freiheit“ im jahre 2002, als Thompson sich zunehmend im kroatischen Mainstream behauptete. Das Blatt konstatierte: sein „Sound“ stelle nur die „Verpackung einer tieferen Botschaft dar“, die von seinen jungen Fans aufgesaugt würde, wie „die ersten Regentropfen“ von einem „ausgetrockenten Schwamm“. Perković singe von „Einigkeit, Liebe zu Gott, Familie und Vaterland“, von einem „geschundenen, verkauften und getäuschten Kroatien, von einem Volk, dessen National- und Freiheitshelden von finsteren Mächten zu Verbrechern gestempelt werden – einzig, um den Stolz eines Volkes zu brechen, das jahrhundertelang auf den Tag der Freiheit gewartet habe.“ Ganz verzückt schrieb die Junge Freiheit weiter: „Gewiß nicht alle, aber doch eine größere Zahl jugendlicher Besucher haben sich Embleme des im Zweiten Weltkrieg untergegangenen Ustascha-Regimes angeheftet. Ein junges Mädchen, auf den Schultern ihres Freundes sitzend, hebt verzückt die rechte Hand zu einem Gruß, der in deutschen Landen sofort gerichtsanhängig wäre.“ [12]

Auch das neurechte Monatsmagazin „eigentümlich frei“ erkannte in Perković 2008 den „Inbegriff des patriotischen kroatischen Barden“ und konstatierte im Hinblick auf die Anerkennung, die Thompsons nationalistische Agenda in Teilen der kroatischen Gesellschaft erfährt: „Vielleicht ist die Zähmung des „Balkantigers“ Kroatiens ja noch aufzuhalten.“ [13]

Nachdem ein Thompson-Konzert im gleichen Jahr im österreichischen St. Ända abgesagt worden war, sorgte der österreichische Rechtspopulist Jörg Haider für Aufsehen, als er Perković als Ehrengast zum EM-Spiel der kroatischen Mannschaft einlud. Haider hatte Thompson bis 2007 mit seiner im selben Jahr an die an die Bayerische Landesbank abgetretenen „Hypo-Alpe-Adria Bank“ gesponsert. Der österreichische rechtsaußen Politiker Jörg Haider war Zeit seines Lebens vor allem dadurch aufgefallen, dass er rechtsradikale, wie antisemitische und rassistische Inhalte durch ein vermeintlich biederes Auftreten und eine vorgebliche Abgrenzung zum Nationalsozialismus im gesellschaftlichen Diskurs Österreichs voran getrieben hatte.

Rückhalt für Thompson

Konnte Thompson seine Popularität Anfang der 2000er Jahre vor allem in der Nach-Bürgerkriegsgeneration junger Kroat_innen ausbauen, in den Jahren 2002 bis 2005 eine Welttournee absolvieren und schließlich ganze Fußballstadien füllen, so verschaffte Marko Perković das Aufsehen um die von ihm offen verherrlichten Ustascha-Lieder „Jure i Boban” und „Jasenovac i Gradiška Stara“ erstmals einen Dämpfer. Seither sind es vor allem muslimische, serbische, jüdische und antifaschistische Organisationen, die in Kroatien gegen Thompson opponieren und versuchen öffentlichen Druck zu erzeugen. Dass das Erbe der Ustascha und ein noch immer grassierender aggressiver Nationalismus in weiten Teilen der kroatischen Gesellschaft bislang kaum aufgearbeitet wurden, kommt Perković dabei jedoch zu Gute. Immer wieder kann er auf die Unterstüzung namhafter Persönlichkeiten aus Politik, Sport, und weitere Personen des öffentlichen Lebens, sowie auf verbreitete Sympathien für Ante Pavelićs Ustascha-Regime vertrauen.

Anlässlich eines 2011 von der Schweiz gegen Marko Perković verhängten Einreiseverbots, stellte sich beispielsweise Kroatiens damaliger Außenminister Gordan Jandroković vor den „kroatischen Staatsbürger Perković“. Auch der von 2003 bis 2009 amtierende Minister für Wissenschaft, Bildung und Sport, Dragan Primorac, gehört(e) zu den regelmäßigen Gästen auf Perkovićs Konzerten. Ebenso outete sich der von 2008 bis 2011 amtierende Minister für Gesundheit und Soziales, Darko Milinović, seinerzeit als Fan der Band. Im Jahre 2008 kam es am Rande der EM zu einer Kontroverse um den Cheftrainer der kroatischen Fußballnationalmannschaft, Slaven Bilić, nachdem dieser öffentlich kundtat, seinen Spielern zur „Aufmunterung“ Lieder Perkovićs vorzuspielen. Zu den kirchlichen Fürsprechern gehört beispielsweise Mile Bogović, Bischof der römisch-katholischen Kirche aus dem westlichen Kroatien, der – wie „Slobodna Dalmacija“ am 20. Juni 2008 meldete – mit einer Gruppe „renommierter kroatischer Intellektueller, Bischöfe und Universitätsprofessoren“ eine Unterstützungserklärung für Thompson unterzeichnete, in der es unter anderem heißt: „Ihre Auftritte wecken edle Gefühle der Solidarität und des Optimismus, der viele Leute aus der Gleichgültigkeit und Resignation herausreißt.“ [14]

Konzertabsagen und Proteste

Dennoch gab es etwa ab Mitte der 2000er Jahre diverse, zum Teil erfolgreiche Proteste und Interventionen gegen öffentliche Auftritte von Thompson.

So kam es bereits zu Konzertabsagen in Österreich [15] und den Niederlanden [16]. Auch in Bochum und Hamburg wurden Konzerte verhindert [17]. In Kanada und in den Vereinigten Staaten setzten sich kroatische Kultureinrichtungen, die Thompsons Tournee „Es war einmal in Kroatien“ im November 2007 beherbergten, dem Vorwurf der Begünstigung neofaschistischer Propaganda aus. [18]

Bereits im Mai 2007 wurde in Sarajevo ein Thompson-Konzert zugunsten kroatischer Student_innen abgesagt, nachdem die organisiertende „Kroatische Katholische Wohlfahrt“ (HKKD) anonyme Drohungen erhalten hatte. Zuvor hatten sich in der vom Bürgerkrieg schwer getroffenen Stradt bosnien-herzegowinische Politiker_innen, Muslime, die jüdische Gemeinde und katholische Aktivist_innen gegen die „xenophoben Botschaften“ Marko Perkovićs ausgesprochen [19][20].

In Deutschland legal: Propagandaplakat der Ustascha auf Thompson-Konzert in Gelsenkirchen, 2009

In Deutschland legal: Propagandaplakat der Ustascha auf Thompson-Konzert in Gelsenkirchen, 2009München 2013: HOS-Flagge im Publikum München 2013: HOS-Flagge im Publikum

2008 wurden zwei in der Schweiz jeweils für Mai und Juni geplante Konzerte in Wallisellen und Dietikon von den Behörden „aus Sicherheitsgründen“ abgesagt. Ende September 2009, unmittelbar vor einem weiteren Auftrittsversuch im Oktober, wurde Marko Perković vom Schweizer Bundesamt für Polizei mit einem Einreiseverbot belegt [21]. Wenige Monate zuvor, im Juni 2009, musste ein ursprünglich in Bochum angekündigtes Thompson-Konzert aufgrund antifaschistischer Interventionen nach Gelesenkirchen verlegt werden. [22]

Ein für den 21. Mai 2008 von der katholisch-kroatischen Gemeinde in Stuttgart geplantes Thompson-Konzert wurde auf Intervention des katholischen Stadtdekans wieder abgesagt, es fand sich jedoch ein privater Veranstalter und das Konzert konnte unter Auflagen stattfinden. Dabei wurde der Band untersagt, bestimmte Stücke zu spielen und sämtliche Besucher_innen mussten sich nach Fahnen und „Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ durchsuchen lassen [23]. Eine hilflose Maßnahme angesichts dessen, dass die von Thompsons Clientel bevorzugten Symbole der klerikal-faschistischen Ustascha in Deutschland nicht verboten sind – faschistisch bleiben sie allemal.

Seit 2013: „Bete und arbeite!“

Auch auf den bisherigen Konzerten der seit 2013 laufenden Tour unter dem Motto „Ora et labora“ (Bete und arbeite) tummeln sich neben kroatischen Nationalist_innen auch offen auftretende Anhänger_innen des Ustascha-Faschismus. Ein Beitrag der Zeitschrift Slobodna Dalmacija, in dem Thompsons Auftritt vom 30. Juni 2014 in Split vor 50.000 Anhänger_innen gefeiert wird, zeigt neben abgewandelten kroatischen Flaggen aus der Zeit von ’41 bis ’45 auch zahlreiche Ustascha-Grüße und Flaggen der neofaschistischen HSP. [24]

Split 2013: Neofaschistische HSP

Split, 2013: Neofaschistische HSPSplit, 2013: Flagge in Anleh­nung an Kroa­tien unter dem Ustascha-Regime und Ustascha-Gruß Split, 2013: Ustascha-Gruß und Flagge in Anleh­nung an Kroa­tien unter der Ustascha

Split, 2013: Ustascha-Gruß im Publikum

Split, 2013: Ustascha-Gruß im PublikumSplit, 2013: Flagge in Anleh­nung an Kroa­tien unter dem Ustascha-Regime Split, 2013: Flagge in Anleh­nung an Kroa­tien unter dem Ustascha-Regime

Split, 2013: Ustascha-Gruß im Publikum

Split, 2013: Ustascha-Gruß im PublikumSplit, 2013: Flaggen in Anleh­nung an Kroa­tien unter dem Ustascha-Regime Split, 2013: Flaggen in Anleh­nung an Kroa­tien unter dem Ustascha-Regime

2014, Berlin: ein „tolles Familienkonzert“

Deshalb bleibt es unerträglich, wenn den Ustascha-Rockern um Marko Perković nun noch ein weiteres Mal in Berlin eine Bühne geboten wird, wo sich zutiefst nationalistische und Faschismus-verherrlichende Positionen ungestört austoben können. Wenn die Berliner Columbiahalle am 26. April ein weiteres Mal zum Tummelplatz von Nationalist_innen und Faschist_innen wird, kann das Management nicht mehr behaupten, hiervon nichts gewusst zu haben.

Sponsoring

Sponsoring von Thompsons Berlin-Konzert

Vorverkauf

Vorverkauf von Thompsons Berlin-Konzert

Neben Jakov Kolak von „Cro Best Berlin“, der sich gegenüber dem Berliner Kurier als Veranstalter zu erkennen gab, zeichnet auch Robert Marinović für die Organisation des Thompson-Konzerts mit verantwortlich. Marinović betreibt die Agentur „Rokaro Numen“ die europweit kroatische Kulturevents organisiert. Als weitere Organisator_innen treten die Labels „JK Events Berlin“ und „Agentur Zoro“ aus Essen auf. Neben den Organisator_innen wird das Berliner Thompson-Konzert auch von einer ganzen Reihe von Betrieben und Vereinen gefördert, die im Zuge der Konzertwerbung als offizielle Sponsoren in Erscheinung treten und Teile des Karten-Vorverkaufs organisieren. Dabei reicht die Spanne von Sportvereinen, über Gaststätten, bishin zur Kroatischen Gemeinde Berlins.

Antifaschistische Gruppen aus Berlin rufen bereits zu Gegenprotesten auf.

Das Sponsoring von Thompson in Berlin:

Adria Lohnsteuerhilfeverein
Zeljko Vranic – Ticketvorverkauf
[email protected]
Markstraße 12, 13409 Berlin-Reinickendorf

Berlinski Magazin
[email protected]
Postfach 31 02 34, 10632 Berlin

Cosmocard, Fototerminals
[email protected]
Oudenarder Straße 16, 13347 Berlin-Wedding

Copystar
[email protected]
Ohlauer Straße 8, 10999 Berlin-Kreuzberg

CopyToGo
[email protected]
Dieffenbachstr. 54, 10967 Berlin-Kreuzberg

Cafe Barman
Damir-Rode Markov – Ticketvorverkauf
[email protected]
An der Urania 5, 10787 Berlin-Tiergarten

Cujic, Gebäudereinigung GmbH
Goerzallee 7, 12207 Berlin-Lichterfelde

Dalmatino, Lebensmittel
Ruza Konta – Ticketvorverkauf, Fanartikel
[email protected]
Dominicusstr. 34, 10827 Berlin-Schöneberg

Die Continentale, Bezirksdirektion Zimmermann
[email protected]
Machnower Str. 18 a, 11165 Berlin-Zehlendorf

Die Einfallspinsel, Malermeisterbetrieb
[email protected]
Lindenallee 1b, 13088 Berlin-Weissensee

Eiscafé & Restaurant Blaue Lagune
[email protected]
Sterndamm 65, 12487 Berlin-Johannisthal

HKM – Kroatische Katholische Mission Berlin
Fra. Petar Cirko – Ticketvorverkauf
[email protected] / [email protected]
Feldstr. 4, 13355 Berlin-Wedding

Kroatische Gemeinde Berlin
Ivan Salopek – Ticketvorverkauf
Karl-Marx-Straße 204-206, 12055 Berlin-Neukölln

Restaurant Heidekrug
Am Heideweg 14-16, 13591 Berlin-Spandau

Restaurant Neretva Grill
Braco Jurilj – Ticketvorverkauf
Jagowstraße 6-7, 10555 Berlin-Moabit

Restaurant Split
[email protected]
Blücherplatz 2, 10961 Berlin-Kreuzberg

S.D. Croatia Berlin e.V.
[email protected]
Bosestraße 21, 12103 Berlin-Tempelhof

Studio Antonio, Videoproduktion
[email protected]
Ludwigshafen

Uvijek Vjerni Berlin
Karl-Thomas Pavišić – Ticketvorverkauf

Wache – Hauptstadtfleischerei
[email protected]
Beusselstr. 44 n-q, 10553 Berlin-Moabit

[1] Andere Stellen, wie das Simon-Wiesenthal-Zentrum oder das United States Holocaust Museum, gehen von insgesamt 400.000 bzw. 600.000 Ermordeten aus.
[2] Das politische Lied in Ost- und Südosteuropa, Hrsg. von Stefan Michael Newerkla, Fedor B. Poljakov und Oliver Jens Schmitt. Wien, Berlin, Münster 2011
[3] Croatian singer’s alleged Nazi sympathies strike a sour note, The Jerusalem Post, 27. Oktober 2007
[4] „Jasenovac“ i „Evo zore“ pjevali su Thompson i njegov prateci vokal Tiho Orlic na Thompsonovom koncertu u Osijeku 2002“ („Jasenovac‘ und „Hier kommt die Morgendämmerung“ wurden von Thompson und dem begleitendem Sänger Tiho Orlic auf einem Concert in Osijek 2002 gesungen“), index.hr, 3. Januar 2004
[5] „Dragi prijatelji!“, Backup-Kopie von www.thompson.hr, Januar 2004
[6] Zusammenstellung der kroatischen Wochenzeitung „Feral Tribune“, 2007, liegt der Redaktion vor: Meni osobno ne smetaju ustaški simboli. Zašto bi mi to smetalo? / Marko Perkovic Thompson u Globusu, kolovoz 2005 / Ne treba zakonom zabraniti isticanje ustaških simbola u javnosti! / Marko Perkovic Thompson u Jutarnjem listu, sijecanj 2004 / Uostalom, zašto mi publika na koncertu ne bi vikala „Ustaše, ustaše!“? Taj bi koncert mogao biti primjer svim politickim strukturama kako mladi mogu biti jedinstveni. / Marko Perkovic Thompson u Vecernjem listu, lipanj 2002
[7] Der Hass-Sänger, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27. November 2007, S.2
[8] Helden der Heimat, Der Spiegel, 14. Mai 2007
[9] Arrests at controversial singer’s concert, B92-News, 1. Juni 2009
[10] Gelungenes Treffen, Der Spiegel, 24. August 2009
[11] Sanader soll auch Rechtsextremist „Thompson“ bezahlt haben, derStandard.at, 21. Januar 2011
[12] Kroatischer Provokateur, Junge Freiheit, 1. November 2002
[13] Die versuchte Zähmung des „Balkantigers, eigentümlich frei, 3. Juli 2008
[14] Mit Rosenkranz und MP, Die Presse, 5. Februar 2010
[15] Disput um „Neo-Ustascha“-Sänger, DiePresse.com, 6. Oktober 2009
[16] Der Hass-Sänger, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. November 2007, S.2
[17] Perkovic schafft es in die Schleyerhalle, Stuttgarter-Zeitung.de, 3. Juni 2009
[18] Der Hass-Sänger, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. November 2007, S.2
[19] Threats cancel Croat singer’s Sarajevo concert, reuters, 9. Mai 2007
[20] Der Hass-Sänger, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. November 2007, S.2
[21] Einreiseverbot für Marko Perkovic – alias «Thompson», presseportal.ch, 29. September 2009
[22] Thompsons Nullnummer in Gelsenkirchen, Antifašističke mladeži Bochuma, 9. Juni 2009
[23] Perkovic schafft es in die Schleyerhalle, Stuttgarter-Zeitung.de, 3. Juni 2009
[24] Marko Perković Thompson na Poljudu okupio 50 tisuća posjetitelja, Slobodna Dalmacia, 30. Juni 2013

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