Ustascha-Rock Thompsons Nullnummer in Berlin

Das für den 26. April in Berlin geplante Konzert der faschistoiden Band Thompson wird defintiv nicht stattfinden. Nachdem die Columbiahalle dem zunehmendem öffentlichen Druck nachgegeben und die Verträge mit dem Veranstalter gekündigt hatte, fehlt es den Ustascha-Rockern und ihren Fans an einer geeigneten Räumlichkeit - vorerst, denn Veranstalter und Band haben bereits angekündigt, das verhinderte Konzert im Mai „schnellstmöglich“ nachholen zu wollen.

Vertrag gekündigt Thompson ohne Columbiahalle

Kaum eine Woche vor dem angekündigten Berlin-Konzert der kroatischen Ustascha-Rocker Thompson ist dem Veranstaltungsort die Angelegenheit offenbar zu heiß geworden. Nachdem mehrere auflagenstarke Tageszeitungen über die Hintergründe von Thompson berichtet hatten, erklärt die Columbiahalle den Vertrag mit dem Veranstalter nunmehr für gekündigt.

Ustascha-Rock Thompson in Berlin

Am 26. April soll in der Berlin Columbiahalle die kroatische Band Thompson auftreten. Bei Live-Auftritten stellen die Band und Teile ihres Publikums immer wieder unverhohlenen Nationalismus und ihre Nähe zum Erbe der klerikal-faschistischen Ustascha-Bewegung offen zur Schau.

Militante Neonazis Die Bürgerbewegung Hellersdorf

Im vergangenen Herbst kam es rund um den Bezug einer Notunterkunft für Geflüchtete in Berlin-Hellersdorf zu einer rassistischen Mobilmachung, die bundesweites Aufsehen erweckte. Zwar scheint die erste große Mobilisierung fürs Erste abgeebbt zu sein, jedoch geht die rassistische Hetze im Internet ungebrochen weiter und im Umfeld der Unterkunft sind steigende Zahlen rechter Übergriffe und Anschläge zu verzeichnen. Als Reaktion, auf einen erneuten Angriff am vergangenen Donnerstag, beleuchten nun umfassende Recherchen die gewaltbereiten und terroraffinen Strkuturen hinter der sogenannten „Bürgerbewegung Hellersdorf", der Partei „Die Rechte" und der militanten Neonaziszene in Berlin-Hellersdorf.

Christian Schmidt Anti-Antifa-Nachwuchs

Der Pan­kower Neo­nazi Chris­tian Schmidt tritt seit 2008 als Teil­nehmer neo­na­zis­ti­scher Ver­an­stal­tungen in Erschei­nung. Seit dem Jahr 2011 ist er im Neo­na­zi­netz­werk „Natio­naler Wider­stand Berlin“ aktiv und betreibt dort zun­ehe­mend Anti-Antifa-Arbeit. Nicht nur mit der Bei­hilfe zur Ein­schüch­te­rung und Bedro­hung von poli­ti­schen Gegner_innen tritt Schmidt in Erschei­nung, er selbst ist durch meh­rere Fälle von Bedro­hung und kör­per­liche Über­griffe akten­kundig. Grund genug, den Nachwuchs-Anti-Antifa und sein Umfeld einmal näher zu beleuchten.

Rechtsterrorismus NSU-Kontakte nach Berlin

Der „Natio­nal­so­zia­lis­ti­sche Unter­grund“ (NSU) ver­fügte über ein weit­läu­figes Netz aus Unterstützer_innen und Mitwisser_innen. Bei der Betrach­tung des bis­lang bekannten Unterstützer_innen-Umfeldes führt eine Reihe von Kon­takten auch nach Berlin. Schon kurz nach dem Untertauchen von Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, machte sich André Kapke, einer der Hauptakteure des Thüringer Heimatschutzes (THS), in dem die drei bis zu ihrem Untertauchen organisiert waren, auf den Weg nach Berlin.

Rechtsrockprojekt Legion of Thor aus Berlin

„Blood & Honour“ (B&H) ist ein euro­pa­weit orga­ni­siertes Neo­na­zi­netz­werk, dessen Kon­zerte und Ver­öf­fent­li­chungen als klas­si­scher Ein­stieg in die Neonazis-Szene gelten. Sie sind Antreiber und Begleit­musik für Mord und Tot­schlag. Auch die ras­sis­ti­schen Seri­en­mörder des NSU wurden aus der zum Teil kon­spi­rativ orga­ni­sierten Neo­na­zi­mu­sik­szene um B&H unter­stützt. Bei der Hand­voll neo­na­zis­ti­scher Musik­gruppen die sich in Berlin im B&H-Umfeld zusam­men­ge­funden haben, hat sich das lang­jäh­rige Band­pro­jekt „Legion of Thor“ (L.O.T.) eine nähere Betrach­tung ver­dient.

Weitere Aktionen Keine Ruhe für Maria Fank

Rassistische Einstellungs- und Handlungsmuster sind bis in die Mitte der deutschen Gesellschaft hinein vertreten. Aktuell wird das verstärkt sichtbar im Zuge der Debatte um die Aufnahme von Flüchtlingen, die in Deutschland vor Krieg und Verfolgung Schutz suchen.

Nach Outingaktionen Antifa-Kampagne zeigt erste Resultate

Die Outing-Kampagne gegen die Berliner Neonaziaktivistin Maria Fank, die zur Zeit eine Ausbildung auf der Berufsfachschule für Sozialassistenz der AFBB gGmbH in Berlin-Mitte macht, hat erste Wirkung hinterlassen.

Bibliothek des Konservatismus Neue Rechte auf Langer Nacht der Bibliotheken

Am 24. Oktober findet in Berlin zum zweiten mal die sogenannte „Lange Nacht der Bibliotheken in Berlin“ statt. Neu ist in diesem Jahr, dass sich unter den rund 30 beteiligten Bibliotheken, erstmals auch ein Institut der neuen Rechten befindet. Gleich nach dem Grußwort von Berlins regierenden Bürgermeister, wird im Begleitheft zur Langen Nacht die neurechte „Bibliothek des Konservatismus“ beworben.