In einem Artikel der aktuellen Ausgabe der Berliner VVN-BdA-Zeitschrift „Unser Blatt“ (54) wird auf die RNF-Vorsitzende Maria Fank und ihre angestrebte Laufbahn als Sozialassistentin Bezug genommen. Anhand von Zitaten und konkreten Textbeispielen von Demonstrationen und anderen öffentlichen Anlässen, wird ihre Eignung zur sozialen Laufbahn in Frage gestellt. Dabei wird vor allem deutlich, dass eine Trennung zwischen der Berufsausübung und verinnerlichten völkisch-rassistischen Überzeugungen praktisch unmöglich ist.

Nazis schüren Pogromstimmung

Landesvorsitzende des „Ring Nationaler Frauen“ bezeichnet Flüchtlinge als „kriminelles Pack“

Auch im Wahlkampf zu den Bundestagswahlen am 22. September 2013 ist das Politikkonzept der NPD unverändert völkisch/rassistisch geprägt. Gesellschaftliche Probleme vor Ort sowie globale Konflikte werden von dieser neonazistischen Partei dementsprechend interpretiert. Eine tendenziell rassistische Grundstimmung von Anwohner_innen gegen neu geplante, aber auch vorhandene „Füchtlingsunterkünfte“ in Hellersdorf, Reinickendorf und Neukölln nimmt die NPD zum Anlass, dort Pogromstimmung zu schüren. So vereinnahmten die Neonazis am 9. Juli 2013 eine Informationsveranstaltung des Bezirksamtes Mahrzahn/Hellersdorf und zündelten an der Lunte des deutschen Alltagsrassismus. Bei dieser Veranstaltung wie auch bei einer Kundgebungsrundfahrt der NPD „gegen Asylantenheime“ am 13. Juli 2013 durch Berlin haben wir es immer wieder mit den gleichen Protagonisten zu tun, die von dem NPD-Landesvorsitzenden Sebastian Schmidtke und seiner Lebensgefährtin Maria Fank angeführt werden. Beide sind dann auch stets für die diversen Redebeiträge auf Veranstaltungen verantwortlich, in denen sie Hass gegen Flüchtlinge und alle hier lebenden Menschen mit Migrationshintergrund verbreiten.

Über Sebastian Schmidtke wurde schon viel geschrieben, daher hier ein kleiner Einblick in die völkisch/rassistische Denkstruktur von Maria Fank. Vor dem Hintergrund, dass sie im ambulanten Pflegebereich tätig war und gegenwärtig eine Ausbildung zur Sozialassistentin bei einem Bildungsträger in Berlin-Mitte macht, müssen ihre Äußerungen und ihr Handeln akribisch beobachtet und bewertet werden. In ihrer Rede auf der NPD-Kundgebung am 1. Mai 2013 in Berlin-Schöneweide bejammert sie, dass „Familie in unserem Land nicht mehr geschätzt“ werde, unterstellt der offiziellen Politik, sie sei damit beschäftigt, „den deutschen Volkstod voranzutreiben“ und „eine Vermischung verschiedener Völker“ zu befürworten. Eine Bemerkung wie „Frauen lassen sich lieber mit schwarzen Männern ein, statt mit Deutschen Nachwuchs zu fördern“ durfte in ihrer Rede natürlich auch nicht fehlen.

Im Rahmen von Wahlkampfaktivitäten hat die Neuköllner NPD am 23.Juli 2013 mit einer sogenannten Mahnwache den „Raub mit Todesfolge zum Nachteil einer Rentnerin“ in der Gropiusstadt für ihre rassistische Propaganda instrumentalisiert. Das polizeiliche Fahndungsprofil „schwarze, kurze Haare, Drei-Tage-Bart“ und die rassistische Stigmatisierung „südländisches Aussehen“, reichte den Neonazis vollkommen aus, um ihre Hetzkampagne „kriminelle Ausländer raus“ zu untermauern. Und dann trat wieder mal Maria Fank ans Mikrofon und pöbelte undifferenziert voller Hass vor allem gegen Flüchtlinge. In ihrer Rede behauptet sie z. B.: „Asylanten haben schon lange keinen Respekt mehr gegenüber den Deutschen“, oder auch „Sicherheit besteht gegenüber dem deutschen Volk nicht mehr, lieber wird sich um die Bedürfnisse fremder Menschen anderer Nationalitäten gesorgt und gekümmert“. Und weiter beklagt sie sich, dass„Gelder, welche für uns, für das deutsche Volk wichtig wären, in Bauten für Unterkünfte, welche diesem kriminellen Pack Schutz bieten sollen, gesteckt werden“. Dann hat sie noch einen auf Lager, nämlich „unsere lieben Damen und Herren von oben interessiert die deutsche Bildung aber nicht, vielmehr wird sich um die Bildung irgendwelcher Negerstämme gekümmert“.

In einem Interview, das Maria Fank einer neonazistischen Website am 16. Juni 2013 gegeben hat, bestätigt sie, das sie in der ambulanten Pflege tätig war. Und auf die Frage „Wie gehst du mit Ausländern in der Pflege um ?“ antwortete sie: „Da muß ich auch mal über den eigenen Schatten springen, aber in der Pflege darf man es sich aussuchen, ob man zu demjenigen hin möchte oder nicht“ und „es war generell so, dass, wenn ich es vemeiden konnte, habe ich es vermieden“. Auf eine weitere entsprechende Frage aus dem Chat hat sie mit „generell sollte natürlich keine Vermischung stattfinden mit anderen Völkern“ ihr an die völkisch/rassistische NS-Ideologie angelehntes Denkmuster bestätigt. Mit diesem Kurzprofil zur Person Maria Fank kann man ihr die Eignung für die Tätigkeit in sozialen Berufen, wo es um den Menschen geht und nicht um die Hautfarbe oder Herkunft, definitiv absprechen.

Quelle: „Unser Blatt“ – Zeitung der Berliner VVN-BdA – Ausgabe 54, September 2013