Vor einer Berufsschule in Mitte haben am Montagmittag etwa 30 Aktivisten gegen die NPD-Funktionärin Maria Fank protestiert. Fank, die auch Landeschefin des Rings Nationaler Frauen (RNF) ist, absolviert seit dem Sommer eine Ausbildung zur Sozialassistentin an der Akademie für berufliche Bildung (AFBB). Die Schule hatte sich kurzerhand entschlossen am Montag zu schließen, da sie keinen »geregelten Schulbetrieb garantieren« könne.

Zuletzt machte Fank durch rassistische Reden gegen die Hellersdorfer Flüchtlingsunterkunft auf sich aufmerksam. Auf Demonstrationen der NPD sprach sie unter anderem davon, dass sie wisse, wovon sie rede, wenn sie »vom Schutz unserer Kinder« spricht, da sie schließlich im sozialen Bereich viel mit Kindern zu tun habe. Antirassistische Initiativen kritisierten die Haltung der Schule, Fank nicht vom Unterricht auszuschließen. Die Aktivisten wiesen darauf hin, dass Fanks Ziel einzig darin bestünde, künftig Elternbeiräte und soziale Einrichtungen zu unterwandern, um dort ihren Einfluss geltend zu machen.

Quelle: neues deutschland, 14. Oktober 2013