Waffenfund in Wohnung – Die Polizei hat am Donnerstag die Wohnung des bekannten Berliner Neonazis Arnulf Priem in Moabit durchsucht. Nach Informationen der „Berliner Zeitung“ werden dem 64-Jährigen unter anderem Verstöße gegen das Waffengesetz vorgeworfen.

Beamte eines Spezialeinsatzkommandos hatten bei ihm unter anderem zwei scharfe Maschinenpistolen, einen Revolver sowie beschlagnahmten zwei Luftdruck-Pistolen und eine Softair-Waffe gefunden.

Ein Nachbar von Priem hatte Anzeige bei der Polizei erstattet, weil dieser ihn am 28. Mai mit einer Schusswaffe bedroht haben soll. Der Bedrohte 44-Jährige gab an, Angst vor dem Rechtsextremisten zu haben, weil dieser im Besitz mindestens einer Schusswaffe sei. Nach einer vorübergehenden Festnahme kam Priem wieder auf freien Fuß.

Arnulf Priem galt bis zu seiner Verurteilung wegen Waffen- und Sprengstofffunden im Jahr 1995 als einer der einflussreichsten Neonazi-Führer in der Bundesrepublik. In Freiburg hatte er in den 70er-Jahren die neonazistische „Kampfgruppe Priem“ gegründet und fiel wiederholt wegen Waffendelikten auf.

Quelle: Berliner Zeitung, 14. Juni 2012